Aufblasbare Dichtungen Zuverlässig. Zertifiziert. Massgeschneidert.

Entwicklung, Planung und Beschaffung der richtigen Dichtungslösung für deine Anwendung

Aufblasbare Dichtungen von SEALFLEX® – sicher, flexibel und individuell

Maximale Sicherheit und Dichtheit:

SEALFLEX® aufblasbare Dichtungen gewährleisten eine zuverlässige Abdichtung selbst in kritischen Anwendungen – von Reinraumtechnik bis Maschinenbau.

Individuelle Auslegung für jede Anwendung:

Unsere SEALFLEX® Dichtsysteme werden exakt auf Ihre Anforderungen abgestimmt – hinsichtlich Geometrie, Werkstoff (z. B. EPDM, FKM, NBR, Silikon etc.) und Einsatzbedingungen.

Perfekte Lösung für komplexe Einbausituationen:

Ob komplexe Profilgeometrien, aussergewöhnliche Formate oder Aufblasen über Eck – SEALFLEX® bietet technische Lösungen auch für anspruchsvollste Dichtaufgaben.

Optimale Anpassung an Toleranzen und Spalte:

Die expandierende Dichtwirkung ermöglicht das sichere Abdichten von variablen Spaltmassen und unebenen Gegenflächen.

Effizient und langlebig im Betrieb:

Aktivierbare Dichtungssysteme reduzieren Verschleiss und sorgen für eine lange Lebensdauer sowie hohe Prozesssicherheit.

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Air SealFlex

Low Pressure SealFlex

High Pressure Sealflex

Grundprinzip:

  1. Elastomeres Hohlprofil als Basis:
    • SEALFLEX® aufblasbare Dichtungen bestehen aus speziell entwickelten, elastomeren Hohlprofilen (z. B. EPDM oder Silikon).
    • Diese besitzen eine geschlossene Innenkammer, die gezielt mit einem Medium (meist Druckluft) beaufschlagt werden kann.
  2. Aktivierung über ein integriertes Ventilsystem:
    • Über ein definiertes Ventil oder Anschlussstück wird kontrolliert Druckluft in das Profil eingeleitet.
    • Dieser Prozess ist präzise steuerbar und kann in automatisierte Anlagen integriert werden.
  3. Kontrollierte Expansion durch Innendruck:
    • Der eingeleitete Innendruck führt zu einer gleichmässigen, elastischen Expansion des Profils.
    • Die Dichtung verformt sich dabei gezielt in die vorgesehene Dichtungsrichtung (axial oder radial) und folgt der konstruktiven Geometrie.
  4. Kraftschlüssige und flächige Abdichtung:
    • Durch die Expansion legt sich die Dichtung vollflächig an die Gegenflächen an und erzeugt eine gleichmässige Flächenpressung.
    • Dadurch werden:
      • Spalte zuverlässig geschlossen
      • Toleranzen und Unebenheiten ausgeglichen
      • Medien wie Luft, Gas oder Flüssigkeit sicher abgeschirmt

Funktionsweise:

Herkömmliche Dichtungen wie Profile, O-Ringe, Schläuche usw. haben den Nachteil, dass sie ihre Form nicht ändern können. Werkstücke müssen den gegebenen Möglichkeiten so angepasst werden, dass mit viel Aufwand eine einwandfreie Dichtwirkung erzielt wird.

  1. Entlüfteter Zustand

    • Profil liegt entspannt in der Nut
    • Kaum oder keinen Kontakt zur Gegenfläche
    • Bauteile können frei bewegt bzw. geöffnet werden
  2. Aktivierung (Aufblasen)

    • Druckluft wird über das Ventil eingeleitet
    • Das Hohlprofil dehnt sich kontrolliert aus
  3. Dichtzustand

    • Dichtung legt sich an die Gegenfläche an
    • Spalte und Unebenheiten werden komplett ausgefüllt
    • Es entsteht eine gas-, wasser- oder staubdichte Abdichtung
  4. Entlüften

    • Druck wird abgelassen
    • Dichtung geht in ihre Ausgangsform zurück
    • System ist wieder öffnungsfähig

Vorteile von pneumatischen Dichtungen:

  • Überbrückung großer Spalte und Toleranzen:
    SEALFLEX® Dichtungen gleichen große Spaltmaße, Toleranzen und Verformungen zuverlässig aus – ideal für dynamische und anspruchsvolle Anwendungen.

  • Integrierte Drucküberwachung:
    Durch die Steuerung über Druckluft ist eine kontinuierliche Überwachung und Regelung des Betriebszustands möglich – inklusive Leckageerkennung.

  • Präzise einstellbare Dichtkraft:
    Die Anpresskraft wird über den Innendruck und den Hub exakt definiert und ist jederzeit reproduzierbar anpassbar.

  • Vereinfachte Bewegungsabläufe:
    Im drucklosen Zustand liegt die Dichtung nahezu kontaktfrei in der Nut → reduzierte Reibung, erleichtertes Öffnen und Schließen.

  • Keine Setzerscheinungen:
    Die Dichtwirkung entsteht durch den aktiven Druck und nicht durch dauerhafte Verformung → konstante Dichtleistung ohne Nachstellen.

Auswahlkriterien:

  • Einsatztemperatur:
    Die Temperatur bestimmt die Materialwahl (EPDM, NBR, FKM, Silikon etc.).
    → Ziel ist eine dauerhafte Elastizität und Beständigkeit auch bei thermischen Schwankungen
  • Abzudichtende Medien:
    Medium und Konzentration beeinflussen die chemische Beständigkeit.
    Unterschiedliche Anforderungen ergeben sich bei Flüssigkeiten, Gasen und Stäuben
    → Vermeidung von Quellung, Alterung und Materialabbau.
  • Einsatzart und Dichtungsrichtung:
    Die Einbausituation definiert die Funktion: axial, radial innen und radial außen
    → Sicherstellung einer gezielten Expansion in die richtige Dichtwirkung.
  • Dichtspalt:
    Maßgebend für Profil, Hub und Betriebsdruck.
    Minimale und maximale Spalte müssen berücksichtigt werden, damit die Dichtung zuverlässig abdichtet.
  • Ausroll- oder Dehnfähigkeit:
    Bestimmt das Expansionsverhalten des Profils (gerichtet und gleichmäßig).
    → Einfluss auf Kontaktfläche und Dichtkraft.
  • Umgebungsdruck:
    Muss im Verhältnis zum Innendruck betrachtet werden.
    → Nur bei ausreichender Druckdifferenz entsteht die notwendige Dichtkraft.

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Gemeinsame Entwicklung deiner Lösung?

Dichtungen sind bei uns mehr als nur Materialien – sie sind unsere Leidenschaft. Wir widmen uns voll und ganz der Abdichtung sämtlicher statischer und dynamischer Herausforderungen.
Wir untersuchen, analysieren, entwickeln, testen, kalkulieren, produzieren… und präsentieren genau die Lösung, die du benötigst. Bei uns gibt es kein "Geht nicht". Wir freuen uns darauf, deine speziellen Anforderungen gemeinsam zu meistern. Unsere Spezialisten Michael und Max freuen sich von dir zu hören.

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Luftanschlüsse und Ventile

Für die Medienzufuhr von aufblasbaren Dichtungen stehen je nach Einbausituation und Kundenanforderung verschiedene Ventilvarianten zur Verfügung. Die Auswahl der passenden Anschlusslösung beeinflusst Montage, Wartung und Betriebssicherheit der Dichtung.

1. Ventil mit Metrischem oder Zoll-Gewinde

Diese Ausführung verfügt über ein genormtes Innen- oder Aussengewinde (z. B. M-Gewinde oder G-Gewinde) und ermöglicht den direkten Anschluss von Pneumatikkomponenten, Steckverbinder, Kupplungen oder Druckluftleitungen. Sie ist besonders robust und eignet sich für industrielle Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Dichtheit und Wiederholgenauigkeit. Passend dazu empfehlen Steckverbinder und Kupplungen von PREMATIC® oder FESTO®.

2. Schlauch-Aufsteckventil

Bei dieser Variante wird der Pneumatikschlauch direkt auf den Ventilstutzen aufgesteckt. Die Montage erfolgt schnell und einfach, ohne zusätzliche Verschraubungen. Diese Lösung eignet sich besonders für kompakte Einbauräume und Anwendungen mit geringem Montageaufwand.

3. Ventil Passungsverbindung mit O-Ring

Die Medienzufuhr erfolgt über eine präzise Passungsbohrung mit integriertem O-Ring. Diese Anschlussart ermöglicht eine verdeckte und platzsparende Integration in die Konstruktion. Sie bietet eine hohe Dichtheit und eignet sich besonders für Anwendungen mit häufigem Ein- und Ausbau oder hohen Anforderungen an Hygiene und Reinigbarkeit.

4. Sonderanschlüsse und kundenspezifische Lösungen

Jede Anwendung stellt unterschiedliche Anforderungen an die Medienzufuhr. Deshalb entwickeln wir auf Wunsch individuelle Anschlusslösungen, die optimal auf Ihre Einbausituation, den verfügbaren Bauraum und die Prozessanforderungen abgestimmt sind. Von Sondergewinden über spezielle Luftanschlüsse bis hin zu integrierten Anschlusskonzepten realisieren wir maßgeschneiderte Lösungen für höchste Dichtheit und Zuverlässigkeit

Je nach Anwendung können die Ventile in Messing oder Edelstahl ausgeführt werden und werden kundenspezifisch an die Einbausituation angepasst.

Ventil mit Metrischem oder Zoll- Gewinde

Schlauch-Aufsteckventil

Ventil Passungsverbindung mit O-Ring

Anbindung / Ventile

Wir befestigen Ventile mechanisch verschraubt oder durch Einvulkanisieren an der Dichtung.
Die Luftanschlüsse fertigen wir zum überwiegenden Teil aus Messing oder Edelstahl. auf Wunsch in Spezialmetallen oder anderen Legierungen.


Verschiedene Einbauarten für Luftschlüsse sind:

Position A

Position B

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Lagerung

Um einen sicheren und optimale Lagerung gewährleisten zu können sind folgende Punkte zu beachten:

Die Dichtung muss lichtgeschützt und trocken in einem temperierten Raum (zwischen 15°C und maximal 20°C) gelagert werden.

Die Dichtung ist unbedingt in einer PE-Folie verpackt einzulagern. Sonderverpackungen für Langzeiteinlagerungen sind bei Flohreus auf Anfrage erhältlich.

Kontakt zu anderen Elastomeren ist zu vermeiden, da es zu Weichmacherwanderung kommen kann.

Einsatzgemäß, vorherrschenden Temperaturen, Ausdehnungsverhalten und umgebenden Milieu wird das Ausgangsmaterial des Profils und dessen Härte gewählt.

Einbau

Um einen sicheren und optimalen Einbau gewährleisten zu können sind folgende Punkte zu beachten:

Die Dichtung muss stets in einer Nut geführt sein, damit die Ausdehnung nur in eine richtung definiert geschehen kann.

Die Dichtung darf NIE im uneingebauten Zustand mit Druck belastet werden, da diese sonst bersten kann.

Der Einbauraum darf keine scharfkantigen Flächen enthalten, die die Dichtung beschädigen (einschneiden/anritzen) könnten.

Die Dichtung muss für einen sicheren Betrieb eingeklebt werden. Sie können gerne die geeigneten Klebstoffe von Flohreus beziehen. Wenn die Dichtung nicht fachgerecht eingeklebt wird, erlischt jegliche Garantie!

Die Dichtung darf nur im Nutgrund eingeklebt werden. Die Seitenwände der Nut, bzw. Dichtung dürfen nicht mit Klebstoff benetzt sein, da der „Arbeitsweg“ der Dichtung bei der Ausdehnung über die Seitenflächen erfolgt.

Die abzudichtende Gegenfläche muss glatt sein – optimale Dichtergebnisse werden bei geschliffenen bzw. elektropolierten Oberflächen erzielt.

Inbetriebnahme / Wartung

Entscheidend für eine lange Standzeit der Dichtung ist das gleichmäßige Befüllen der Dichtung (große Druckstöße vermeiden).

Für die erste Inbetriebnahme gilt folgendes:

  • immer einen Druckminderer vorschalten
  • Anfangsdruck 0,5 bar – dann Druck steigern bis gewünschte Dichtheit erzielt wird

Je niedriger der Befülldruck der Dichtung desto geringer ist die Ausdehnung aber umso länger ist die Standzeit. Bei Dichtungen die mit „Dauerdruck“ beaufschlagt sind, kann es je nach Werkstoff zu einer Reduzierung des Innendruckes aufgrund des Gasdiffusions (hier fehlt der Rest der Zeile) eingesetzten Werkstoffes kommen. Bei Silikondichtungen z. B. muss der Druck nachgefüllt werden; daher sind hier evtl. andere Füllmedien zu bevorzugen.

Geeignete Befüllmedien (werkstoffabhängig):

  • Druckluft gereinigt (ölfrei)
  • Leitungswasser bzw. demineralisiertes Wasser
  • Stickstoff

Andere Befüllmedien sind nach Absprache möglich bzw. Eigenversuche erforderlich!

Die Dichtung ist turnusmäßig auf Beschädigungen bzw. starke Verschmutzungen zu überprüfen und zu reinigen. Wenn Sie alle obigen Ratschläge befolgen (hier fehlt der Rest von der Zeile) Flohreus-Dichtung mit einer langen Lebenszeit rechnen.

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